Was wurde eigentlich aus … dem Münchner Café „Über den Tellerrand“ von ESB-Alumna Jasmin Seipp (IPBS/IMX 2009)

Published on May 30, 2024

In der neuen Rubrik „Was wurde eigentlich aus …“ fragen wir unsere ehemaligen Autor:innen, wie sich ihr beruflicher Weg bzw. ein im Europolitan vorgestelltes Projekt entwickelt hat. Den Anfang macht ESB-Alumna Jasmin Seipp (IPBS/IMX 2009).

Rückblick: „Der erste Alumni-Stammtisch 2019 in München begann mit einem Vortrag in der Volkshochschule. Jasmin Seipp, Gründerin des Münchner Vereins ‚Über den Tellerrand‘ und zu dem Zeitpunkt seit einigen Monaten Geschäftsführerin des gleichnamigen Cafés, hatte Münchner ESB-Alumni zu einem Vortrag und ein paar Kostproben eingeladen. Doch die Folien waren nach wenigen Minuten vergessen und sie erzählte, wie sie durch die ‚Flüchtlingskrise‘ 2015/2016 zur Unternehmerin wurde und letztlich ihren Job in der Finanzbranche gegen eine Herausforderung im sozial-gesellschaftlichen Bereich tauschte.“
(Europolitan Juni 2019, S. 37)


Seitdem ist viel passiert. Im Jahr 2019 wurde das Münchner Café „Über den Tellerrand“ mit dem Deutschen Gastro-Gründerpreis ausgezeichnet. Das war das Beste, was dem damaligen Social Start-up passieren konnte, wie Jasmin Seipp (IPBS/IMX 2009) betont: „Es war sozusagen der Durchbruch. Die Berichterstattung in der Presse hat uns mit einem Schlag bekannt gemacht und mehr Gäste sowie Catering-Aufträge gebracht. Und natürlich hat uns auch das Preisgeld geholfen, finanzielle Lücken, die ein Start-up zu Beginn hat, zu füllen.“ Mit dem Gewinn des Preises ging es auch für „Über den Tellerrand“ steil bergauf. Der Schub hatte es dem Münchner Café ermöglicht, sein Team im ersten Betriebsjahr zu verdoppeln und das Catering sowie das Veranstaltungsgeschäft aufzubauen und zu professionalisieren. Zudem haben das Preisgeld sowie die zusätzlichen Gewinne wie Wertgutscheine dem Unternehmen die ein oder andere finanzielle Sorge abgenommen. „Ich erinnere mich, dass kurz nach dem Gewinn unsere Friteuse kaputtging – eines unserer wichtigsten Geräte für die Zubereitung unserer hausgemachten Falafeln“, erinnert sich Jasmin. Die Anschaffung eines neuen Profi-Geräts sei durch einen Gutschein, den das Unternehmen als Gewinner des Deutschen Gastro-Gründerpreis erhielt, kein Problem gewesen. Das schnelle Wachstum des Unternehmens sei zwar anstrengend gewesen, aber man habe es geschafft, dabei auch das Wachstum und einige Veränderungen im Team gut zu stemmen. „Bis zum Ausbruch der Pandemie waren wir auf dem besten Weg“, sagt Jasmin. 

Wie es das Unternehmen geschafft hat sich trotz der Pandemie und den wirtschaftlichen Folgen durch den Angriffskrieg auf die Ukraine "durchzuboxen" und wie aus dem ehemaligen Café 2021 die „Über den Tellerrand Gastro Akademie“ entstand, lest ihr hier im ausführlichen Bericht von Sarah Kleinen (HOGAPAGE) und Natalia Sevastianova (ESB Reutlingen Alumni e. V.).