Hinter den Kulissen des Vereins - engagierte Mitglieder: Katja Breitinger

Published on July 30, 2024

Heute stellt sich in unserer Behind the Scenes-Reihe Alumna Katja Breitinger (MBA 2005) in einem Selbstinterview vor. Seit 2007 arbeitet Sie bei Siemens Energy und kauft heute u. a. Versicherungen für Projekte ein. 
In ihrer Freizeit geht sie gerne wandern, Ski laufen und engagiert sich ehrenamtlich im Alumni Verein.

 

Frage: Katja, wann hast du deinen Abschluss gemacht? 

K: 2005 im Studiengang Master im internationalen Marketing im Teilzeitstudium

 

Frage: Warum bist du Vereinsmitglied geworden?

K: In unserer Gruppe gab es einige Leute, die sich gerne besser vernetzen wollten und es gab damals mehrere Vereine – für jeden Studiengang einen. Wir haben dann eine Marktbeobachtung gemacht und uns bei dem angemeldet, wo am meisten los war.  Das hat dann mittelfristig zu der Fusion der Vereine geführt. Dabei habe ich auch den Vorstand damals kennengelernt und wir haben versucht, verschiedene Ideen umzusetzen

 

Frage: Was für Ideen waren das denn?

K:  Die ersten Mentoring-Programme,  Webseite modernisieren, den Europolitan von ein paar gehefteten Zetteln umstellen auf ein richtiges Heft, Stammtische organisieren und noch vieles mehr.

In den ersten Jahren nach dem Studium habe ich auch immer mal wieder einen oder zwei Tage im Monat genutzt,  um für diese Themen zu arbeiten. Das Mentoring habe ich irgendwann an ein jüngeres Team abgegeben, denn damals mussten wir noch von Hand die Mentees mit den Mentoren zusammenstellen.  Das funktioniert vor allem dann gut, wenn man viele Leute mit erster Berufserfahrung kennt. Als ich dann für ein paar Jahre nach China gegangen bin, hat sich da der Fokus bei mir geändert und ich habe das Thema abgegeben.

 

Frage: Von welchen Dingen hast du den profitiert?

K:  An erster Stelle den Stammtischen -  als ich nach China ging, war der Stammtisch in Shanghai einer der ersten Anlaufpunkte (Danke Florian!) und manche Leute kenne ich von Dienstreisenstammtischen und treffe sie nach Jahren wieder.

 

Frage: Was machst du heute für den Verein?

K:  Neben dem Stammtisch München, den ich zusammen mit Basti organisiere,  bin ich in der Europolitanredaktion.  Da versuchen wir etwa vier Mal im Jahr Alumni zu finden, die zu einem Thema schreiben. Klar,  die Themen sucht meistens die Redaktion aus, aber wir versuchen dann,  möglichst viele Alumni anzusprechen, die etwas zu dem Thema sagen können. Das ist immer wieder erstaunlich, denn man sieht, in welchen Bereichen die Leute wirklich landen und wie viel Fachwissen sie aufbauen. Manchmal ist das eine ziemliche Herausforderung, weil wir ein Thema zu eng oder zu weit definiert haben oder niemand schreiben darf (z. B. weil die Unternehmen das nicht zulassen) oder will, denn einen Artikel zu verfassen ist schon Arbeit. Natürlich helfen wir auch, einen Artikel zu strukturieren und mögliche Fragen zu stellen, aber schreiben muss man selber. Da ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die im Laufe der Jahre schon einen oder mehrere Artikel beigetragen haben. Besonders stolz bin ich auf ein paar Alumni, die ihre ersten Schreibversuche bei uns gewagt haben und heute viele Fachartikel oder Bücher schreiben. Und auf diejenigen, die ihre Lebensgeschichten mit uns teilen.

 

Frage:  Wie teilst du dir die Arbeit für diese Aufgaben ein?

K:  Für den Stammtisch ist es relativ einfach - Basti und ich einigen uns demokratisch auf einen Termin und einen Ort und dann laden wir ein. Wenn es Wünsche gibt, dann nehmen wir die auch auf, soweit das geht. Wir haben jetzt zum Beispiel eine extra Schafkopf-Stammtischgruppe gegründet, weil das einfach ein paar ausprobieren wollten. Für den Europolitan ist für mich der riesige Vorteil, dass ich mir aussuchen kann, wann ich mich darum kümmere. Wir sprechen ein bis drei Mal im Jahr, welche Themen wir nehmen wollen und suchen dann Autoren. Ob ich da morgens mal 15 Minuten im Netz suche oder beim Stammtisch einfach ein paar anquatsche und nach Tipps frage,  ist ja mir überlassen.  Das einzig Wichtige ist, dass wir unseren Redaktionsschluss einigermaßen einhalten. Wenn ich dann jemanden gefunden habe, sprechen wir über den Inhalt des Artikels und die Form – ein Bericht, ein Interview und dann unterstütze ich mit Fragen oder mit Korrekturlesen. Mit etwas Glück ist ein Artikel gleich beim ersten Anlauf perfekt, manchmal müssen wir kürzen oder noch was dazuschreiben. Dann geht er ins Lektorat und dann ins Layout und in den Druck. Das neue Heft dann im Briefkasten zu haben, ist immer ziemlich cool, obwohl ich ja oft die Artikel schon mal gelesen habe. Dafür wende ich jetzt im Monat so 15 Stunden auf - das finde ich auch eine ganz gute Quote.

 

Frage: Was würdest du jemanden empfehlen, der sich engagieren will?

K: Einerseits muss man was finden, was man sowie so gerne macht  - bei mir – in Kneipen gehen und recherchieren.  Dann schaut man, wo man das umsetzen kann – da gibt es bei uns im Verein ja viele Möglichkeiten – sei es, dass man einen Vortrag hält,  einen Stammtisch organisiert,  die Website umstrukturiert etc. – der Verein lebt ja davon, dass möglichst viele ihre Ideen einbringen. Dann muss man ein realistisches Zeitbudget haben, sonst ist man schnell frustriert.  Und sich nicht irritieren lassen, wenn es Leute mit einer anderen Meinung gibt – vielleicht haben sie ja eigentlich einen guten Gedanken. Vielleicht  ist man für die auch einfach am falschen Ort zur falschen Zeit und sie müssen ihren Frust loswerden. Dann findet man auch die anderen Alumni, die gerne mitmachen und auch coole Ideen haben. Dann macht es richtig Spaß!

 

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