
Danksagung Philipp Tümmers (IMX 2015)
Die ESB Business School trauert um ihren Gründungsdekan, Prof. Dr. Hans J. Tümmers, der am 31. August 2026 im Alter von 82 Jahren verstorben ist. Mit ihm verlieren die Fakultät und die Hochschule eine Persönlichkeit, die die Entwicklung der ESB weit über die eigene Amtszeit hinaus geprägt hat.
In der heutigen Zeit ist ein starkes Netzwerk, ob Familie, Freunde, Kolleg:innen oder Alumni, unersetzlich, und genau dieser Verbindungsgedanke zwischen Menschen ist ein Grundgedanke unseres Alumni-Vereins. Das Miteinander, der gemeinsame Austausch, das gegenseitige Unterstützen über Generationen hinweg: Das war auch Herrn Tümmers ein echtes Anliegen.
Sein Sohn Philipp hat 2015 sein Studium an der ESB abgeschlossen und hat uns folgende persönliche Danksagung gesndet, die wir gerne mit euch teilen.
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Liebe ESB-Alumni,
mit großer Trauer mussten wir am 31. August unerwartet Abschied von meinem Vater Hansjörg Tümmers nehmen.
Die große Anteilnahme der ESB-Gemeinschaft hat uns als Familie tief bewegt. Von dem sehr schönen offiziellen Nachruf über die zahlreichen Nachrichten in Alumni-WhatsApp-Gruppen bis hin zu LinkedIn-Kommentaren und
persönlichen E-Mails hat uns viel Mitgefühl und Anteilnahme von euch erreicht.
Wir wollen uns dafür bei euch bedanken und Einblicke in Hans‘ Gedanken geben.
Hans sah das Alumni-Netzwerk von Anfang an als zentralen Bestandteil der ESB Business School. Er war von amerikanischen Business Schools inspiriert, insbesondere wie sie Kontakt mit ihren Ehemaligen hielten und in Universitäten mehr als nur Orte der Forschung sahen. Mit dem Diplom in der Hand verließ man nicht die Hochschule, sondern wurde Teil einer Gemeinschaft, des Alumni-Netzwerks.
Als ich selbst mein Studium an der ESB bzw. CESEM im Jahr 2011 begann, kann man sich vorstellen, wie begeistert und vor allem neugierig er war. Dabei interessierte ihn weniger, welche Module ich belegte, wie meine Noten ausfielen oder wo ich mein Praktikum machen wollte. Stattdessen wollte er wissen: „Wer sind deine Freunde? Woher kommen sie? Schaffen es alle Franzosen im dritten Jahr nach Reutlingen? Hattet ihr schon eine
Champagner-Tour? Gab es bereits aufsehenerregende Geschichten?“
Für Hans war die ESB nie nur eine Treppenstufe auf dem Weg zu einer Karriere und Mitstudierende nie bloß
„Lebensabschnittsgefährten“. Für ihn war die Zeit an der ESB die prägendste Phase des Lebens, aus Kommilitonen wurden Freunde fürs Leben und aus Erlebnissen bei Veranstaltungen wie dem Sportwochenende (IBWE) Geschichten, die man noch Jahrzehnte später erzählt.
Nach seiner Pensionierung nahmen die Treffen des Alumni-Vereins einen festen Platz in seinem Kalender ein, auch das Alumni-Wochenende im kommenden November war eingeplant. Er war fasziniert, von ehemaligen Studierenden zu hören, wohin sie ihr Lebensweg geführt hatte und was sie heute bewegt. Genauso gerne erzählte er von den frühen Jahren der ESB, von den Herausforderungen und Abenteuern der Gründungszeit
und von den vielen Geschichten, die in dieser besonderen Zeit entstanden sind.
Zum Abschluss möchte ich Hans selbst das Wort lassen. Diesen Sommer, Tage vor seiner Krebsdiagnose, finalisierte er seine Memoiren, denen er den Titel „Wanderungen in Europa. Erinnerungen an ein bewegtes Leben“ gab. Darin schildert er auf über 260 Seiten sein Leben, privat wie beruflich, und beendet seine Geschichte wie folgt:
„Ich bin jetzt 82 Jahre alt, und so blicke ich auf eine immer längere Zeit meines Lebens zurück. Es gab
Höhen und Tiefen, traurige und glückliche Tage, aber das Leben war stets abwechslungsreich und brachte immer wieder Überraschungen, positive wie negative. Was am meisten schmerzt, ist, dass viele Wegbegleiter dieser Jahre gestorben sind, was zu einer gewissen Vereinsamung führt. […] Aber: C’est la vie! Der Tod ist Teil des Lebens! Und so erfreue ich mich an den Besuchen der Kinder und Enkel sowie den noch verbliebenen Freunden wie Bernhard Schipp und Hermann Diller. Letzterer meinte einmal: ‚Wenn Du mal gestorben bist, kann man mit Fug und Recht sagen: „Er hatte ein erfülltes Leben.“‘ So ist es!“
Magdalena Adamski-Tümmers (ESB 1984)
Philipp Tümmers (IMX 2015)
